Modell zur langfristigen Weiterführung


Zur Abstimmung steht ein Modell, das dem bisherigen Modell entspricht. Das heißt, es besteht aus einem Solidarbeitrag, den alle Studierenden zahlen, und der IsarCard Semester, die optional erworben werden kann.

Anders als ein Modell, das aus nur einer Komponente besteht, hält das  Sockelmodell die Belastung für all diejenigen, welche die öffentlichen Verkehrsmittel weniger intensiv nutzen, in einem erträglicheren Rahmen.

Sockelmodell Sommersemester 2017 und Wintersemester 2017/18

Bild: Sockelmodell Sommersemester 2017 und Wintersemester 2017/18

Der Solidarbeitrag (Sockelticket)

Für die Zahlung des Solidarbeitrags erhält jeder Studierende eine MVV-Karte, die für das Gesamtnetz in den Nebenzeiten (18-6 Uhr) sowie am Wochenende und an Feiertagen ganztags gültig ist.

Warum gesetzliche, juristische und wirtschaftliche Einschränkungen in München nur dieses Modell erlauben, erfahrt Ihr in unseren FAQs.

Die IsarCard Semester (Aufpreisticket)

Der Erwerb des Aufpreises ist freiwillig und hebt die Zeitbeschränkung in den Nebenzeiten auf, sodass das Ticket „rund um die Uhr“, d.h. 7 Tage die Woche an 24 Stunden täglich, im Gesamtnetz eingesetzt werden kann.

Das Aufpreisticket kann, muss jedoch nicht erworben werden. Die Leistungen des Solidarbeitrags können grundsätzlich mit jedem beliebigen Tarif des MVV kombiniert werden, z.B. dem Ausbildungstarif II, Streifenkarten, Tageskarten usw.

Zur Abstimmung

Das Semesterticket wird nur fortgeführt, sofern die klare Mehrheit aller Münchner Studierenden dies unterstützt. Nur wenn an jeder der drei großen Münchner Hochschulen mehr als 50% der Abstimmenden für ein Semesterticket votieren, wird es ab dem Sommersemester 2017 noch ein Semesterticket in München geben. Für die Gültigkeit der Abstimmung gilt ferner an jeder Hochschule eine notwendige Mindestbeteiligung / Quorum von mindestens 25% aller Studierenden.

Die Eckpunkte zur möglichen Weiterführung

Die oben genannten Preise gelten für das Sommersemester 2017 und das Wintersemester 2017/18. In den darauf folgenden Jahren werden die Preise nur noch einmal jährlich analog zum Ausbildungstarif II erhöht. Diese Erhöhungen betrugen in den vergangenen Jahren ca. 2 bis 3 Prozent.

Bei Zustimmung durch die Studierenden in der Urabstimmung, beträgt die Vertragslaufzeit mindestens fünf Jahre ab dem Sommersemester 2017. Das heißt es wird frühestens zum Sommersemester 2022 wieder eine Mobilitätsuntersuchung durchgeführt und ein neuer Vertrag ausgehandelt.

Die Angebotskonditionen (Gültigkeitsraum des Tickets sowie Gültigkeitszeit des Solidarbeitrags) bleiben wie im bisherigen Ticket erhalten.

Begründung für das Sockelmodell

Gegenüber dem sogenannten Einkomponentenmodell entsteht durch das Sockelmodell ein besserer Ausgleich zwischen Wenig- und Vielnutzern. Erst die Zahlung des Solidarbeitrages durch alle Studierenden ermöglicht den Gesamtpreis des Semestertickets von 259,50 Euro. Dabei konnten wir mit einem Sockel von ca. 11 Euro pro Monat eine geringstmögliche Belastung für Nichtnutzer des ÖPNV erreichen. Auch wenn jemand den MVV nur sehr wenig nutzt, ist dieser Betrag meist schon geringer als die Ausgaben für Streifenkarten in den Nebenzeiten.

Für weitere Fragen haben wir diverse FAQs zusammengestellt.

Gesamtnetz

Mit dem Semesterticket kannst Du das MVV-Gesamtnetz nutzen. Dies gilt für alle S-Bahnen, U-Bahnen Busse und , deren Haltestellen im MVV-Gebiet liegen. Die Netzpläne kannst Du auf der Seite des MVV downloaden. Darüber hinaus schließt das Semesterticket auch alle Regionalzüge bis zum letzten Halt im Verbundgebiet mit ein. Auf der Fahrt nach Landshut beispielsweise gilt Dein Semesterticket bis Moosburg und Du sparst somit über 10 € pro Fahrt.

Ebenso kannst Du mit dem Semesterticket ohne Mehrkosten zahlreiche Ziele im Münchner Umland erreichen, egal ob es zum Baden im Starnberger See, zum Fußballschauen in die Allianzarena oder zum Flughafen gehen soll.